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Thema: Rotwange frisst nicht

Diskutiere im Schildkrötenforum - Das große Schildkröten Forum über Rotwange frisst nicht im Bereich "Wasserschildkröten und Sumpfschildkröten". Hallo! Da ich derzeit eine Trachemys scripta elegans (Weibchen, ca. 30 Jahre alt), die jedoch normalerweise ganzjährig im Teich gehalten ...
  1. #1
    Avatar von IlMito
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    Rotwange frisst nicht

    Hallo! Da ich derzeit eine Trachemys scripta elegans (Weibchen, ca. 30 Jahre alt), die jedoch normalerweise ganzjährig im Teich gehalten wird, für diesen Winter drinnen halte, bin ich nicht so
    vertraut mit dem Verhalten der Kröten im Winter, wenn sie im Aquarium gehalten werden.

    Das Wasser hat etwa 19°, die Beleuchtung habe ich für ca. 3 Stunden an.

    Mein Problem ist: Die Kröte frisst seit einer Woche nicht mehr. Habe sie deshalb bereits für eine Zeit lang in 25° warmes Wasser gesetzt. Auch da hat sie jedoch nicht gefressen. Die Aktivität ist ebenfalls deutlich geringer.

    Ist es aufgrund der kürzeren Tage und des reduzierten Lichtes normal, dass sie nicht mehr viel frisst? Oder besteht Anlass zur Sorge?

    Vielen Dank im Voraus!
    Herzlicher Gruß
    IlMito
    Geändert von IlMito (19.11.2019 um 22:30 Uhr)

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  3. #2
    Moderator Avatar von Lerad
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    AW: Rotwange frisst nicht

    Das Verhalten ist völlig normal.
    Die Tiere reagieren nicht nur auf Temperatur sondern auch auf kürzere Tage und ihre "innere Uhr". Dein Mädel bereitet sich auf die Starre vor.

    Grüße
    Der Lerad

  4. #3

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    AW: Rotwange frisst nicht

    verständnisfragen:
    die war 30 jahre ganzjährig im teich?
    jetzt ist sie in einem aquarium und macht nur eine "verminderte aktivitätsphase" oder bekommt sie ihre gewohnte starre?

    grüsse,
    samuel

  5. #4
    Avatar von Jakido
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    AW: Rotwange frisst nicht

    Hallo,
    zu diesem Thema gibt es mindestens zwei weitere Themen, die meines Erachtens nach da mit rein spielen. Der Zusammenhang wird ein wenig zerissen, wenn es jedesmal ein neues Thema gibt. Zumal die Seperationsangelegenheit seit Juli läuft - wenn ich es zeitlich richtig erinnere. Es gab Unruhe unter den Tieren und Hautpilz, dann gab es grünen, flockigen Urin, Schwäche in den Hinterbeinen (auch als extra Thema) und noch einige weitere. Alles zu diesem Tier, gar nicht lange her! Ich wäre daher mit "normaler Starre Vorbereitungsgedanken" ehr vorsichitig, auch wenn es zeitlich hinkommt... Abgesehen von dem noch bestehenden (?) Hautpilz, der aktuell behandelt wird und dass das Tier seit einigen Wochen trocken sitzt und das bisher nicht gut verkraftet hat.

    Im letzten Thema gib es darum, dass das Tier dermaßen unruhig ist und wie man die Behausung verändern muss. Ich habe gerade keine Zeit die Links raus zu suchen.

    Es wäre meiner Meinung nach sinnvoll, nicht immer ein Neues Thema zu machen, weil immer wieder viele Informationen verloren gehen, die man für eine ordentliche Einschätzung braucht.



    ( ich habe nachgezählt - es sind insgesamt 8 Themen zu diesem Tier. Wenn man die Teichumgestaltung rausnimmt, sind es 7. )
    Geändert von Jakido (20.11.2019 um 13:38 Uhr)

  6. #5
    Avatar von Emanuel
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    AW: Rotwange frisst nicht

    Hallo!



    Zitat Zitat von Jakido Beitrag anzeigen
    Hallo,
    zu diesem Thema gibt es mindestens zwei weitere Themen, die meines Erachtens nach da mit rein spielen. Der Zusammenhang wird ein wenig zerissen, wenn es jedesmal ein neues Thema gibt. Zumal die Seperationsangelegenheit seit Juli läuft - wenn ich es zeitlich richtig erinnere. Es gab Unruhe unter den Tieren und Hautpilz, dann gab es flockigen Urin (auch als Thema) und noch einige weitere. Alles zu diesem Tier, gar nicht lange her! Ich wäre daher mit "normaler Starre Vorbereitungsgedanken" ehr vorsichitig, auch wenn es zeitlich hinkommt...
    Dem schließe ich mich uneingeschränkt an!

    Eine Kleinigkeit möchte ich noch hinzufügen: Es handelt sich, den Angaben des Threaderstellers zufolge, um ein (für Buchstaben-Schmuckschildkröten) bereits deutlich in die Jahre gekommenes Tier.
    Und auch wenn sich der Stoffwechsel von Säuger und Reptil teils gravierend unterscheidet, in einem Punkt gibt es eine Gemeinsamkeit, wie ich feststellen durfte: Reptilien mit (für ihre Art) wirklich bereits etwas höherem oder gar wirklich hohem Alter regenerieren sich oft bei weitem nicht mehr so schnell wie jüngere Artgenossen mit derselben Erkrankung das tun. Das ist zwar ein wenig verwunderlich, denn im Grunde dürfte es bei Reptilien keinen nennenswerten Unterschied zwischen jung und alt geben, nichtsdestotrotz scheint das aber dennoch so zu sein.

    Wäre das Tier meines und würde es keine medizinische Kontraindikation geben, würde ich es (wetterabhängig) bis ca. Mai 2020 drinnen unter ordentlichem Licht, unter viel Licht & ausreichend hohen Temperaturen übersommern. Das erlaubt sowohl eine schnellstmögliche Genesung der alten Dame, als auch einen einwandfrei ablaufenden Stoffwechsel für den Fall, dass zwischendurch wieder medizinische Interventionen notwendig sein sollten. Und mit ein wenig Glück/falls es fortan gesundheitlich zu keinen Auffälligkeiten mehr kommt, so kann die alte Dame dann ab Mai 2020 wieder wie bisher gewohnt im Freien leben - nur halt besser fortan alleine.



    Lieben Gruß
    Emanuel

  7. #6
    Moderator Avatar von stock
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    AW: Rotwange frisst nicht

    Was heißt schon in die Jahre gekommen für eine Schmuckschildkröte? Die Tiere können problemlos, wenn sie einigermaßen "vernünftig" gehalten werden, weit über 40 Jahre alt werden. 50 oder 60 Jahre kommen auch vor.. Es stimmt schon, daß jüngere Schildkröten, die sich noch im Wachstum befinden, Krankheiten leichter verkraften können (ähnlich wie Kinder), da das Immunsystem flexibler ist und sich besser anpassen kann. Trotzdem können bleibende Schäden entstehen.

    Sicher gilt für dieses Tier: keine Winterruhe oder eine herabgesetzte Aktivitätszeit unter dauernde Beobachtung. Aber hierzu wurde ja an anderer Stelle schon einiges geschrieben.

  8. #7
    Avatar von IlMito
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    AW: Rotwange frisst nicht

    Vielen Dank für die Antworten!

    Ich hatte es für sinnvoller gehalten, unterschiedliche Threads zu erstellen, da meiner Meinung nach die Themen - mehr oder weniger - voneinander unabhängig sind.

    Es ist richtig: Die etwa 30 Jahre alte Kröte wird seit rund 20 Jahren ganzjährig im Teich gehalten (mit 3, vormals 4 anderen Trachemys scripta elegans), dies in einer klimatisch dafür geeigneten Region (Niederrhein). Nach dem Tod des Männchens kam es unter den vier Weibchen zu Unverträglichkeiten und die in Rede stehende Kröte musste ich separieren.

    Dies tat ich leider vorübergehend - für 12 Tage - in einem Tauchbecken, das in einem Raum steht, in dem auch geduscht wird. Leider zog die zu hohe Luftfeuchtigkeit einen Hautpilz nach sich, der tierärztlich behandelt und kontrolliert wurde. Zusätzlich musste ich die Kröte seit drei Monaten trocken halten.

    Möglicherweise durch die Trockenhaltung, den vielen Stress, eventuell auch das fortgeschrittene Alter (letzteres laut Tierarzt vermutet) zeigten sich Symtome wie Hinterhandschwäche, und gelber, schäumiger Urin.
    Dies wurde ebenfalls behandelt mittels Spritzen und die Symptome legten sich wieder (ich hatte einen Thread angelegt, in dem ich fragte, ob es sich um Gicht handelt; tatsächlich waren die Leberwerte erhöht, möglicherweise dadurch, dass ich zunächst normal weiter gefüttert hatte, aber noch keine Wärme-/UV-Lampe hatte).

    Laut Tierarzt ist auch der Hautpilz unter Kontrolle und ausgeheilt. Ich habe die Kröte nun ins Aquarium getan.

    Da ich, wie gesagt, stets nur Teichhaltung betrieben habe mit normaler Winterstarre, kenne ich mich mit dem Verhalten der Schildkröte drinnen im Aquarium während des Winters nicht aus.

    Deshalb meine Frage, ob es normal sei, dass sie nun seit 8 Tagen nichts mehr frisst.

    Das heißt, wenn ich es richtig verstehe, ist es vorzuziehen sie zu "übersommern" mit entsprechender Beleuchtungsdauer? Und dass sie nicht frisst, ist unter der Beleuchtungsdauer normal (ab 17.00h ist dunkel bei ihr im Raum)?

    Für Mai ist ein Teichumbau geplant, in dem ich einen getrennten Bereich baue, dann kann sie wieder raus.
    Geändert von IlMito (20.11.2019 um 15:00 Uhr)

  9. #8
    Moderator Avatar von stock
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    AW: Rotwange frisst nicht

    Ja, biete ihr mal Lebendfutter wie Regenwürmer Heimchen an. Meist wird durch das Zappeln der Appetit angeregt. Die Heimchen vorher im Kühlschrank herunterkühlen. Sonst ist die Gefahr gegeben, das sie beim Öffnen der Dose herausspringen und in der Wohnung herumrennen. Aus der Dose sofort auf das Wasser geben.

  10. #9
    Avatar von Emanuel
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    AW: Rotwange frisst nicht

    Hallo!



    Zitat Zitat von IlMito Beitrag anzeigen
    Das heißt, wenn ich es richtig verstehe, ist es vorzuziehen sie zu "übersommern" mit entsprechender Beleuchtungsdauer? Und dass sie nicht frisst, ist unter der Beleuchtungsdauer normal (ab 17.00h ist dunkel bei ihr im Raum)?
    Wie gesagt, wäre es mein Tier, so würde ich sie tatsächlich voll übersommern, ja.
    Du hast es ganz richtig verstanden: Mehr oder weniger sommerliche Tageslänge. Dazu kommt, dass das Licht in entsprechender ( = möglichst tageslichtnaher) Qualität vorhanden sein sollte und auch in entsprechender Quantität ( = sehr hohe, tageslichtnahe Lichtintensität).
    Am einfachsten ist dies mit entsprechenden Metalldampflampen zu erreichen, wie du aber bestimmt schon weißt. Meist bringt der Betrieb von mehr als einer dieser Lampen bei der Haltung das beste Ergebnis - v. a. wenn ein Tier optimal rekonvaleszieren soll.
    Eine winterliche Pause ist in diesem speziellen Fall heuer meines Erachtens nicht mehr nötig (auch nicht eine bloß kurze/"leichte"), sondern eher kontraproduktiv. Das Tier hatte bereits genug Pause (wenn auch unbewusst und vielleicht nicht ganz "nach Lehrbuch" durchgeführt).
    Jetzt geht es um die völlige Ausheilung bzw. die völlige Regeneration der vormals verpilzten Stellen, um eine entgültige Normalisierung & Stabilisierung der Leberfunktion usw. Und damit das am besten & nebenwirkungsfreiesten klappt, sind allmählich immer weiter Richtung Hochsommer hochgeregelte Bedingungen einfach am dienlichsten.



    Lieben Gruß
    Emanuel

  11. #10
    Avatar von Emanuel
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    AW: Rotwange frisst nicht

    Hallo Martin! (kurzes offtopic vom Thread)



    Zitat Zitat von stock Beitrag anzeigen
    Was heißt schon in die Jahre gekommen für eine Schmuckschildkröte? Die Tiere können problemlos, wenn sie einigermaßen "vernünftig" gehalten werden, weit über 40 Jahre alt werden. 50 oder 60 Jahre kommen auch vor.
    Nachweislich deutlich über 40 Jahre alte Tiere kenne ich nur ein paar wenige. Diese stellen die mir bisher bekannte Obergrenze dar.
    50 bis 60 Jahre halte ich grundsätzlich zwar für durchaus möglich, aber ich kenne hierzu keine Tiere - oder sagen wir so: ich kenne zumindest keine Fälle wo dieses Alter tatsächlich nachweisbar ist.



    Lieben Gruß
    Emanuel

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