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Thema: Landauer Schildkrötentag Treffen

Diskutiere im Schildkrötenforum - Das große Schildkröten Forum über Landauer Schildkrötentag Treffen im Bereich "Veranstaltungen und Termine". Ohje, so wenig 🙈. Gibt es den neue Erkenntnisse, was die Ägyptische Landschildkröte angeht? LG Sandra...
  1. #31
    Avatar von Donnatello
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    AW: Landauer Schildkrötentag Treffen

    Ohje, so wenig 🙈.
    Gibt es den neue Erkenntnisse, was die Ägyptische Landschildkröte angeht? LG Sandra

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  3. #32
    Moderator Avatar von theiss1979
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    AW: Landauer Schildkrötentag Treffen

    Zitat Zitat von stock Beitrag anzeigen
    Im zweiten eine sehr interessanten Vortrag von Bernd Wolff (Safaris und Schildkröten in Ostafrika)waren nur 46 Leute anwesend. Dieser Vortag zeigt sehr eindringlich die Entwicklungen von Land und Leute in Tansania, Sanzibar und Prison Island und den Umgang mit der Natur.
    Hallo,
    kannst du das eventuell etwas näher ausführen?
    Ich kann natürlich in erster Linie für die Wildreservate (Serengeti, Arusha, Tarangire, Ngorongoro) sprechen, aber diese sind selbst für afrikanische Verhältnisse eigentlich in sehr gutem Zustand.

  4. #33
    Moderator Avatar von stock
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    AW: Landauer Schildkrötentag Treffen

    @Donnatello Leider nein. Ich fand den Vortrag sehr schlecht. Er zeigte Texte bzw. Textauszüge aus dem Buch, wo sie Mitautorin ist. Prinzip war es nur eine Art Vorlesung. Einige Dinge kamen mir sehr kurios vor, wie daß sie erst seit drei Jahren die Tiere hält. Sie hat eine hat 1,3er Gruppe, die in einem etwa 2 qm Terrarium gehalten wird und das Aufzuchtbecken umfaßt 1,2 x 0,6 m Grundfläche und das sie weitere Becken hat, deren Maße sie nicht angab. Wer Fragen hatte konnte sich an die Vortragende wenden, aber alles würde in ihrem Buch erklärt werden. Also sie hätte den Vortrag kurz fassen können, in dem sie direkt auf ihr Buch verweist und wäre direkt danach abgetreten.


    @theiss1979 BW hat die angesprochenen Gegenden seit 22 Jahren mehrfach besucht. Anfänglich waren die Einheimischen sehr zuvorkommend und freundlich von sich aus. Man war zu den früheren Zeiten eine Art Individaltourist. Obwohl es auch entsprechend Lodges und andere Unterkünfte gab. Naturmäßig konnte man praktisch in die Nähe der Tiere kommen ohne großartig mit mehreren Gruppen sich den Genuß zu teilen. Ein entsprechendes Beispiel war, daß man im Ngorogoro-Krater alleine mit seinem Guide war und zu jeder Zeit dort sich frei bewegen konnte. Jetzt ist die Zeit begrenzt von 8- 11 Uhr morgen und man wird mit 100 Busse in einer Schlange reintransportiert und dann wieder hinaus. Prison Island war für die dort lebenden Riesenschildkröten komplett frei zugänglich und sie lebten dort ohne Bgrenzung. Heute sind sie auf einen kleines Gebiet eingepfercht und die Touristen, dürfen mit ihnen machen, was sie wollen. Die Bevölkerung wird immer stärker islamisiert (vor allem auf Sanzibar) und haben fast nur noch ein Interesse "Donde esta el dinero".
    Großprojekte bedrohen die Nationalparks. Eine Eisenbahnlinie quer durch die Serengeti ist glücklicherweise verhindert worden durch internationalen Widerspruch. Dafür wird im Süden Tansanias mit Finanzierung der VRC in einem Nationalpark ein riesiger Stausee angelegt. Etwa 2/3 des Nationalpark geht dadurch verloren. Wichtig fand ich den Hinweis von Bernd: das wir Europäer bzw. Deutsche kein großartiges Recht haben, den Afrikanern Vorwürfe zu machen. Hier wurde vor etwa 100 Jahre auch unsere Natur rücksichtslos ausgebeutet. Z. T. auch jetzt noch. Bei einer steigenden Bevölkerung will jeder leben und einen gewissen Wohlstand haben. Das Recht hat keiner, den anderen dies abzusprechen.
    Geändert von stock (23.09.2019 um 15:25 Uhr)

  5. #34
    Avatar von Donnatello
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    AW: Landauer Schildkrötentag Treffen

    Ok😅🙈, dann hab ich ja nicht viel verpasst. Trotzdem danke für deine Antwort.

  6. #35
    Moderator Avatar von stock
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    AW: Landauer Schildkrötentag Treffen

    Gern geschehen.

  7. #36
    Moderator Avatar von theiss1979
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    AW: Landauer Schildkrötentag Treffen

    Zitat Zitat von stock Beitrag anzeigen
    @theiss1979 BW hat die angesprochenen Gegenden seit 22 Jahren mehrfach besucht. Anfänglich waren die Einheimischen sehr zuvorkommend und freundlich von sich aus. Man war zu den früheren Zeiten eine Art Individaltourist. Obwohl es auch entsprechend Lodges und andere Unterkünfte gab. Naturmäßig konnte man praktisch in die Nähe der Tiere kommen ohne großartig mit mehreren Gruppen sich den Genuß zu teilen. Ein entsprechendes Beispiel war, daß man im Ngorogoro-Krater alleine mit seinem Guide war und zu jeder Zeit dort sich frei bewegen konnte. Jetzt ist die Zeit begrenzt von 8- 11 Uhr morgen und man wird mit 100 Busse in einer Schlange reintransportiert und dann wieder hinaus. Prison Island war für die dort lebenden Riesenschildkröten komplett frei zugänglich und sie lebten dort ohne Bgrenzung. Heute sind sie auf einen kleines Gebiet eingepfercht und die Touristen, dürfen mit ihnen machen, was sie wollen. Die Bevölkerung wird immer stärker islamisiert (vor allem auf Sanzibar) und haben fast nur noch ein Interesse "Donde esta el dinero".
    Großprojekte bedrohen die Nationalparks. Eine Eisenbahnlinie quer durch die Serengeti ist glücklicherweise verhindert worden durch internationalen Widerspruch. Dafür wird im Süden Tansanias mit Finanzierung der VRC in einem Nationalpark ein riesiger Stausee angelegt. Etwa 2/3 des Nationalpark geht dadurch verloren. Wichtig fand ich den Hinweis von Bernd: das wir Europäer bzw. Deutsche kein großartiges Recht haben, den Afrikanern Vorwürfe zu machen. Hier wurde vor etwa 100 Jahre auch unsere Natur rücksichtslos ausgebeutet. Z. T. auch jetzt noch. Bei einer steigenden Bevölkerung will jeder leben und einen gewissen Wohlstand haben. Das Recht hat keiner, den anderen dies abzusprechen.
    Ja, diese Erfahrungen habe ich leider auch machen müssen. Tansania ist mittlerweile touristisch leider völlig überrannt. Man ist mit dem Wagen nur so lange alleine unterwegs, bis jemand von den unzähligen Fahrern etwas Tolles gesichtet hat. Da alle via Funk miteinander in Kontakt stehen, hetzen anschließend alle gleichzeitig an den selben Ort. Dann steht man mit gefühlten zwei Dutzend Jeeps um den Leopard oder um das Nashorn herum. Die Tiere sehen den Trubel zwar mittlerweile scheinbar recht entspannt, trotzdem darf es nicht überhand nehmen. Letztlich alles eine Frage von Angebot und Nachfrage. Tansania ist noch immer ein sehr begehrtes Reiseland.

    Ich möchte mich da selbst auch nicht herausreden, denn ich war selbst Teil dieser Reise-Industrie. Trotz allem bringt dies alles Geld ins Land und der Tourismus ist ein wichtiges Mittel, um den Schutz der Parks langfristig zu sichern. Wohin dieses Geld versickert, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Zudem sollte erwähnt werden, dass die Bevölkerung in hohem Maße durch Jobs integriert wird. Viele Massai arbeiten in den Camps und bringen mehr Geld in einem Monat zu ihrer Familie, als andere Einheimische im ganzen Jahr verdienen.
    Die Regierung ist sich dem Wert ihrer natürlichen Schönheit schon bewusst. Das zeigt sich schon darin, dass die Reisepreise, vor allem aufgrund der teuren Park-Permits, jedes Jahr deutlich anziehen. Ich habe 2015 ca. 3700 Euro bezahlt, die gleiche Reise ist im aktuellen Katalog mehr als 1000 Euro teurer ...

    Sansibar habe ich persönlich als sehr weltoffen und religiös eher unaufdringlich kennengelernt. Kann man aber auch nicht unbedingt mit dem Festland vergleichen, eigentlich eine Welt für sich. Hier kommen mehrere Religionen (noch) friedlich nebeneinander aus, und jeder lässt seinen Glauben im eigenen Haus.

    Dass es insgesamt durch die Bevölkerungsexplosion irgendwann zu Problemen und Interessenkonflikten zwischen Mensch und Natur kommt, war aber abzusehen. Es bleibt daher zu hoffen, dass zumindest die großen Parks langfristig noch erhalten bleiben.

  8. #37
    Avatar von freude2016
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    AW: Landauer Schildkrötentag Treffen

    Danke stock + Sebastian für eure sehr interessanten Ausführungen,
    und, daß ihr eure Erfahrungen mit uns teilt !


    Mich regt das alles wieder sehr zum Denken an......

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