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Zu viele Eier für eine Testudo boettgeri

 
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Petra M.



Anmeldungsdatum: 29.12.2004
Beiträge: 418
Wohnort: Bayern
Arten: Testudo hermanni boettgeri, Testudo graeca ibera und Testudo graeca nabeulensis

BeitragVerfasst am: Do 07 Apr, 2005 07:14    Titel: Zu viele Eier für eine Testudo boettgeri

Hallo zusammen,

weil mein adultes Weibchen seit Ostern fast kein Futter aufnimmt und sich ganz schlecht bewegen kann, bin ich mit Ihr letzte Woche zu einem schilkrötenerfahrenen Arzt gefahren. Nach eingehenden Untersuchungen (Nierenwerte und Leberwerte ok) wurde mir gesagt, sie sei einfach nur schwanger und die Eier drücken auf Darm und Ischiasnerv.
Gestern abend kam ich nach Hause und im Freigehege fand ich 2 zerdrückte Eier. Ich bin dann sofort wieder auf zum Arzt und jetzt wurde eine Röntgenaufnahme gemacht. Sie hat außer den "verlorene" Eiern tatsächlich noch 6 Eier im Bauch! Das Tier wiegt 1300g und hat also 8 (nach Aussage Tierarzt) riesige Eier in sich. Nachdem das arme Tier kaum mehr laufen kann und nichts mehr frißt und auch schlecht Luft bekommt, müssen die Eier abgetrieben werden.
Hat von Euch schon mal jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ich verstehe einfach nicht, warum ein so "kleines Weibchen" mit einer solch große Anzahl Eier schwanger ist - was würde bei freilebenden Tieren passieren? Stoßen sie die Eier irgendwie ab, oder gehen sie jämmerlich daran ein?

Grüße
Petra
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chelydridae



Anmeldungsdatum: 27.10.2004
Beiträge: 1898
Wohnort: dreh dich um.
Arten: keine.

BeitragVerfasst am: Do 07 Apr, 2005 07:36    Titel: Re: Zu viele Eier für eine Testudo boettgeri

Petra M. hat folgendes geschrieben:
Hallo zusammen,
Stoßen sie die Eier irgendwie ab, oder gehen sie jämmerlich daran ein?


>Die Eier können von der Schildkröten selbst resorbiert werden- sie lösen sich also auf Wink ; So ein Fall wie deiner ist wohl einfach als Gefangenschaftsrelikt aufzufassen da selbst die angeblich soo karge Ernährung mit Wiesen(Un)kräutern ja noch zu reichhaltig ist- somit hat das Tier mehr Aufbausubstrat als nötig und produziert einfach mehr Eier- In freier Wildbahn ist die Fortpflanzung ja ein Kraftakt.

Freundschaft!
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wir wissen alle wer hat folgendes geschrieben:
Solltet Ihr zu einem Teil noch fragen haben oder etwas nicht verstanden haben, nur zu. ich versuche dann, das so zu erklären, dass es auch Leute verstehen, die sich noch nicht mit genetik beschäftigt haben.
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kroete



Anmeldungsdatum: 04.01.2005
Beiträge: 705

Arten: thb

BeitragVerfasst am: Do 07 Apr, 2005 20:15    Titel: Re: Zu viele Eier für eine Testudo boettgeri

>Die Eier können von der Schildkröten selbst resorbiert werden- sie lösen sich also auf <


Hallo ,
davon hab ich noch nichts gehört,wo hast Du das her?
Das ein Testudo hermanni boettgeri Weibchen 8 Eier legt ist nichts ungewöhnliches.

Gruß Kröte
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Aischa



Anmeldungsdatum: 22.10.2004
Beiträge: 4450
Wohnort: Passau
Arten: T. horsfieldii, T. graeca nabeulensis und Europäische Landschildkröten

BeitragVerfasst am: Do 07 Apr, 2005 21:39    Titel: Re: Zu viele Eier für eine Testudo boettgeri

chelydridae hat folgendes geschrieben:

>Die Eier können von der Schildkröten selbst resorbiert werden- sie lösen sich also auf Wink


Hallo Darijan

Das funktioniert nur, so lange die Eier unbefruchtet und unbeschalt sind! Nicht, wenn sie bereits auf dem Röntgenbild erkennbar sind, also beschalt sind!

@Petra
Schaufle der Dame und auch den anderen dringend einen beheizten Eiablageplatz und nimm sie vor allem rein ins Terrarium! Zu kalte Haltung fördert Legenot erheblich!

Schöne Grüße

Eva
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Leiterin der Interessengemeinschaft Nordafrikanische Landschildkröten bei der DGHT.
www.t-hermanni.de , www.nabeulensis.de , www.horsfieldii.de.vu , www.evastierparadies.de
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Petra M.



Anmeldungsdatum: 29.12.2004
Beiträge: 418
Wohnort: Bayern
Arten: Testudo hermanni boettgeri, Testudo graeca ibera und Testudo graeca nabeulensis

BeitragVerfasst am: Fr 08 Apr, 2005 06:34    Titel:

Hallo zusammen,

gestern wurden der Schildkröte die Eier "abgetrieben" und sie ist nun wieder in Ihrer gewohnten Umgebung. Leider frißt sie noch immer nicht (wahrscheinlich erwarte ich zum jetzigen Zeitpunkt zu viel?) und schleppt sich mühsamst durch die Gegend (die Hinterbeinchen haben keine Kraft).
Im Freigehege hat sie Zugang zu einem Gewächshaus und ein Legehügel (den sie seit 1 Jahr kennt und auch schon benutzt hat) ist auch vorhanden. Zur Zeit halte ich sie aber in einem großen Gehege im Haus ausgestattet mit Legehügel, Schlafhaus, 2 HQL-Lampen und einer Wärmelampe. Das Gehege teilt sie sich mit einem anderen Weibchen und einem "Halbstarken". Soll ich ihn rausnehmen?

Ich hoffe ganz fest, dass sie bald anfängt zu fressen und sich wieder bewegen kann.

Viele Grüße
Petra
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chelydridae



Anmeldungsdatum: 27.10.2004
Beiträge: 1898
Wohnort: dreh dich um.
Arten: keine.

BeitragVerfasst am: Fr 08 Apr, 2005 07:31    Titel: Re: Zu viele Eier für eine Testudo boettgeri

Aischa hat folgendes geschrieben:

Das funktioniert nur, so lange die Eier unbefruchtet und unbeschalt sind! Nicht, wenn sie bereits auf dem Röntgenbild erkennbar sind, also beschalt sind!


> Hab ich etwa je was anderes gesagt? Wink

Zitat:
...schleppt sich mühsamst durch die Gegend (die Hinterbeinchen haben keine Kraft).


>Der Ischias war ja betroffen, Nervenschäden und ein Atrophieren der Muskulatur sind wahrscheinlich.

Zitat:

Das Gehege teilt sie sich mit einem anderen Weibchen und einem "Halbstarken". Soll ich ihn rausnehmen?


>Ja, unbedingt- sonst ist sie ihm möglicherweiße hilflos ausgeliefert (wie alt sie die Tiere?)

Zitat:
Ich hoffe ganz fest, dass sie bald anfängt zu fressen und sich wieder bewegen kann


<Ja ich auch daumen

Freundschaft!
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Petra M.



Anmeldungsdatum: 29.12.2004
Beiträge: 418
Wohnort: Bayern
Arten: Testudo hermanni boettgeri, Testudo graeca ibera und Testudo graeca nabeulensis

BeitragVerfasst am: Fr 08 Apr, 2005 07:59    Titel:

Hallo chelydridae (ich weiß nicht, wie ich Dich richtig ansprechen soll)

Ich hoffe natürlich sehr, dass die Kraft in den Beinchen wieder kommt und keine Nervenschäden zurück bleiben - Mein Tierarzt meint, ich muss Geduld haben.

Das betroffene Weibchen ist 25 Jahre, das andere 47 Jahre alt. Das Männchen ist 7 Jahre alt und wird, wenn ich nach Hause komme separiert.

Außerdem halten wir noch 2 Männchen Testudo hermanni boettgeri (10 und 6 Jahre, 2 Weibchen 4 und 5 Jahre alt und 7 Jungtiere von 2003 und 2004 außerdem 2 Graecas)

Ich bin erst seit 2003 stolze Besitzerin dieser Tiere. Ich habe damals 5 Tiere aus schlechter Haltung übernommen und meine Große (Frau Bienzle Testudo hermanni boettgeri ) hat es mir sofort gedankt und noch im selben Jahr für Nachwuchs gesorgt. So nach und nach habe ich versucht, eine Gruppe aufzubauen und den Männerüberschuß zu reduzieren und die Arten zu trennen.

Ich habe also noch nicht sehr lange Erfahrung und bin für alle Ratschläge dankbar. Ich mache mir auch Vorwürfe, dass ich bei "Nelly" bei den ersten Tierarzt-Besuchen nicht auf eine Röntgenaufnahme bestanden habe!

Viele Grüße
Petra
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chelydridae



Anmeldungsdatum: 27.10.2004
Beiträge: 1898
Wohnort: dreh dich um.
Arten: keine.

BeitragVerfasst am: Fr 08 Apr, 2005 10:35    Titel:

hi,

Zitat:
Hallo chelydridae (ich weiß nicht, wie ich Dich richtig ansprechen soll)


>Mein Name Ist Darijan Rabuzin, sag einfach "he , DU!"

Zitat:
Ich hoffe natürlich sehr, dass die Kraft in den Beinchen wieder kommt und keine Nervenschäden zurück bleiben - Mein Tierarzt meint, ich muss Geduld haben.


>Ich bin zuversichtlich, das gibt sich schon; falls du so was nicht hast, kannst du in deinen Anlagen in dieser Zeit einen zusätzlichen Wärmespot installieren- das hilft sicher.

Zitat:
Das betroffene Weibchen ist 25 Jahre, das andere 47 Jahre alt. Das Männchen ist 7 Jahre alt und wird, wenn ich nach Hause komme separiert.


>Ja, das hätt ich auch vorgeschlagen, obwohl das männchen noch sehr jung ist.


Freundschaft!
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Aischa



Anmeldungsdatum: 22.10.2004
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BeitragVerfasst am: Fr 08 Apr, 2005 10:39    Titel:

Petra M. hat folgendes geschrieben:
Leider frißt sie noch immer nicht (wahrscheinlich erwarte ich zum jetzigen Zeitpunkt zu viel?) und schleppt sich mühsamst durch die Gegend (die Hinterbeinchen haben keine Kraft).


Hallo Petra

Mir hat mal eine Hebamme geschildert, was im weiblichen Organismus passiert, wenn ein Baby mit Oxytocin ausgetrieben wird. Einfach grausam..... Frag mal eine bei Dir am Ort.....
Ganz anders wie bei einer "natürlichen" Geburt, werden nur bestimmte Muskelpartien im Bauch zu extrem starken Kontraktionen veranlasst, die dann dafür sorgen, daß die Leibesfrucht ausgetrieben wird. Diese Frauen haben bei so einer Geburt extreme Schmerzen und hinterher von der Überbeanspruchung der Muskeln sowas wie einen starken Muskelkater. Die Wirkungsweise ist bei Mensch wie bei Tier gleich. Also kein Wunder, daß das Tier im Moment Probleme beim Laufen hat und nicht frisst. Es hat sicher Schmerzen!


Zitat:
Das Gehege teilt sie sich mit einem anderen Weibchen und einem "Halbstarken". Soll ich ihn rausnehmen?


Nimm unbedingt den "Halbstarken" raus! Sie muß jetzt ihre Ruhe haben.
Laut Dr. Lutz Sassenburg sind ungeeignete Eiablageplätze, zu kalte Haltung und störende Männchen die Hauptursachen für eine Legenot bei eiertragenden Weibchen. Ich halte deshalb auch nichts davon, die Tiere schon so bald im Frühjahr ins Freiland zu überführen, denn in vielen Regionen sind die Böden einfach noch zu kalt. Gerade auch bei Dir im Voralpenland...

Zitat:
Ich hoffe ganz fest, dass sie bald anfängt zu fressen und sich wieder bewegen kann.


Ich drück Dir fest die Daumen, daß Dein Wunsch bald in Erfüllung geht. Laß ihr aber ruhig mal ne Woche Zeit.

Schöne Grüße

Eva
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Petra M.



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BeitragVerfasst am: Fr 08 Apr, 2005 14:13    Titel:

Hallo Eva, hallo "Du" grins

Sie wird auf jeden Fall gehegt und gepflegt werden. An einer zusätzlichen Wärmelampe soll es nicht scheitern!

Auch wenn das Oxytocin schlimme Nebenwirkungen erzeugt, hat der Tierarzt es für unbedingt nötig befunden, die Eier abzutreiben. Sie war ja schon so schwach, dass sie sich nicht mehr bewegt hat und beim Hochheben den Mund aufgerissen (Schmerzen oder Atemnot?) hat. Ich hätte es ihr gerne erspart, aber es gab keine Alternative. Jedenfalls reagiert sie heute wieder mehr auf ihr Umfeld (bewegt interessiert den Kopf) als gestern.

Danke, für Eure Ratschläge, die ich gerne umsetze!
Petra
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chelydridae



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BeitragVerfasst am: Fr 08 Apr, 2005 14:33    Titel:

Petra M. hat folgendes geschrieben:
wieder mehr auf ihr Umfeld (bewegt interessiert den Kopf) als gestern.


>Na siehst du, ... war ja wohl nicht soo schlimm daumen
Nur eine aufgeweckte, interessierte und an Allem schnüffelnde Schildkröte ist eine gesunde Schildkröte- also geht es deiner ja eh schon besser.
Weiterhing gute Besserung! daumen

Freundschaft!
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