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milli
Anmeldungsdatum: 09.05.2008 Beiträge: 277 Wohnort: Bochum Arten: Schildkröten,Hund, Katze, Maus
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Verfasst am: Sa 19 Jul, 2008 19:47 Titel: Wie verantwortungsvoll ist züchten ? |
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Ich möchte hier mal ein Thema zur Diskussion stellen,das mir schon seit langem unter den Nägeln brennt.
Ich halte seit vielen Jahren Schildkröten und habe dieses Jahr zum ersten mal 6 graeca ibera Nachzuchten.
Grundsätzlich stehe ich dem Thema Zucht von europäischen Landschildkröten sehr kritisch gegenüber-
da ich aber auch nur ein Mensch aus Fleisch und Blut-
und leidenschaftliche Schildkrötenpflegerin bin,habe ich mir dieses Erlebnis
einmal erlaubt.
Die 6 geschlüpften Tiere werden bei mir bleiben und weitere Nachzuchten wird es nicht geben.
Wo ist der Sinn dieser unglaublich vielen Nachzuchten,die jedes Jahr in die Welt gegeben werden?
Wie gesagt-es gibt sicherlich Arten,bei denen regelmäßige Nachzuchten gerechtfertigt sind um deren Bestehen zu sichern,sie zu erforschen,Importe von Wildfängen zu verhindern...............
Meiner Meinung nach trifft das für eur. Landschildkröte nicht zu.
Ich selber habe viele Bekannte in meinem Umkreis,die jedes Jahr Nachzuchten haben und irgendwann auf 20,30,40 und mehr Tieren sitzen weil es gar keine VERNÜNFTIGEN Abnehmer mehr gibt.
Jeder behauptet von sich,sich "besonders viel" Mühe bei der Vermittlung zu geben-aber ist das vernünftig?
Wenn wir mal bedenken wie alt die Tiere werden können--
wenn sie denn dürfen-
wer will denn die Verantwortung übernehmen?
Vor nicht allzu langer Zeit hat Hans-Dieter Philippen einen sehr interessanten Vortag über
Zuchtfarmen in Ost-u. Südeuropa gehalten.
Die Tiere werden dort zu 100000 nachgezogen,zu einem bestimmten Anteil mit Kükenstarter hochgepuscht und in die USA exportiert (die Bestimmungen dort sind so,dass die Tiere erst ab 10cm eingeführt werden dürfen) der andere Teil wird in naher Zukunft den mitteleurop. Bereich überschwemmen.
Das ist schon schlimm genug-aber auch ohne das ,finde ich das Verhalten von regelmäßigen "Nachzüchtern" nicht verantwortungsvoll-
auch wenn es sich nicht um die von mir erwähnte Menge handelt.
Gruß
Milli _________________ Meine Homepage wird regelmäßig aktualisiert,schau mal wieder rein http://trullaundfreunde.npage.de |
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samola
Anmeldungsdatum: 07.05.2008 Beiträge: 38
Arten: Centrochelys sulcata, Dipsochelys dussumieri, Testudo hermanni boettgeri, Carettochelys insculpta, Emys orbicularis, und vieles mehr
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Verfasst am: Sa 19 Jul, 2008 20:38 Titel: |
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Hallo Milli,
also ich glaub wir sind da einer Meinung.
Ich selbst habe schon vier mal Testudo hermanni boettgeri ausgebrütet, aber nur, um sie an zwei sehr gute Freunde weiterzugeben. Ich kann sie jeder Zeit besuchen, und wir helfen uns gegenseitig bei Gehegegestaltung , und stehen uns mit Rat und Tat zur Seite.
Wäre nicht schlecht, wenn ich irgendwann mal mit meiner Dipsochelys nachzüchten könnte . Da bin ich ebenfalls deiner Meinung , dass solche etwas "seltenere" Schildkröten nachzüchten sollten, um auf Exporte verzichten zu können
Als ich Anfang des Jahres die Münchener Reptilienauffangstation besuchte, um dort zwei Testudo hermanni boettgeri zu übernehmen, wurde mir klar, wo ein Teil dieser zum Schluss ungewollten Schildkröten landet.
Ob ausgesetzt, gequält oder mit deformiertem Panzer... das Resultat einer unüberlegten Anschaffung.
Es ist vielleicht auch noch viel zu "einfach" sich Schildkröten zu beschaffen . Schließlich kann jeder sich für ein "paar" Euro eine Schildkröte aus dem Zoohandel holen.
Ich bin deshalb schon der Meinung, dass diese Welt keine Zuchtfarmen braucht, in denen diese wunderbaren Geschöpfe so verachtend nachgezüchtet werden, um mit ihnen viel Geld zu machen.
Viel effektiver wäre es (so denke ich) wenn NUR Privatleute ausgewählt Schildkröten nachzüchten um diese NUR in verantwortungsvolle Hände abzugeben.
Aber sowas wird wohl auch in Zukunft nicht zu erreichen sein
So muss jetzt noch Kontrollgang bei meinen Rackern machen und verabschiede mit mit:
Vielen lieben Grüßen von Samola _________________ Mein Lebensmotto: Ein Leben ohne Schildkröten
ist möglich - aber sinnlos!!! |
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christine
Anmeldungsdatum: 07.05.2008 Beiträge: 556 Wohnort: Wien-Aspern Arten: THB u. t.km
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Verfasst am: Sa 19 Jul, 2008 22:22 Titel: |
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Hallo!
Wenn es nicht diese "bösen" Züchter gebe, dann hättet ihr ein Hobby weniger! Oder wo habt ihr denn eure Schildkröten her? Es ist doch ziemlich egoistisch zu meinen „ich habe meine Schildkröte, die Anderen dürfen keine haben“
Ich finde, es geht weniger um den verantwortungsvollen Züchter, als um den verantwortungsvollen Käufer.
Wenn man nur über kleine Züchter, die über ihre Tiere noch den Überblick habe kaufen dürfte, dann würden die ganzen "Schildkrötenfabriken" auf ihrer Ware sitzen bleiben. Jedes unkontrollierte Vermehren von Lebewesen, egal ab Tier oder Mensch, halte ich für unverantwortlich.
Ich finde, es gibt viel zu wenig kleine Züchter, die aus Liebe und Leidenschaft zu diesen Tieren züchten und so einen Beitrag zur Erhaltung ihrer Art leisten, die mit Beispiel und Enthusiasmus an die Sache rangehen.
Ich hätte heuer über 60 Eier ausbrüten können, aber nur 25 hab ich in den Brüter gelegt und davon sind schon 18 bestellt. Klar, mit 60 Eiern hätte ich mehr Geld gemacht, vielleicht wäre es auch gescheiter gewesen alle auszubrüten, so gebe es immerhin mehr Schildkrötenpfleger die gut informiert sind. Weil die Menschen, die von mir keine Schildkröte mehr bekommen können verzichten ja nicht darauf, sondern sie kaufen über eine Zoohandlung und die kaufen in Zuchtfarmen und die werden bestätigt mehr zu produzieren.
Ich finde es sollte eine Schildkrötenzüchtervereinigung geben, die mehr Aufklärungsarbeit leisten.
Ich wünsche mir den verantwortungsvollen Schildkrötenkäufer.
lg
christine
PS: das wünsch ich mir übrigens bei allen Lebewesen mit denen Handel _________________
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kroetenmanni
Anmeldungsdatum: 10.05.2008 Beiträge: 60 Wohnort: duisburg
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Verfasst am: So 20 Jul, 2008 09:20 Titel: |
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Hallo
Ich muß voll und ganz Cristine zustimmen.Wobei ich es auch nicht richtig finde das Sie nicht alle Eier ausgebrütet hat.Wer gibt uns das recht zu entscheiden welche Schildkröte leben darf und welche nicht.Wer also nicht viele Nachzuchten haben möchte sollte meiner Meinung nach die Geschlechter getrennt halten.Ich selbst würde es garnicht übers Herz bringen ein befruchtetes Ei wegzuwerfen.Denn mit jedem befruchteten Ei das wir wegwerfen wird wieder ein Tier mehr aus einer Zuchtfarm benötigt.Was das geschäft für diese nur noch profitabler macht.
Gruß Manni _________________ Mein neuer Schildkrötenshop
www.zoo-poller.de |
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Jutta Moderatorin Landschildkröten

Anmeldungsdatum: 22.10.2004 Beiträge: 2062 Wohnort: NRW Arten: Land- u. Sumpfschildkröten von 5 Kontinenten...
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Verfasst am: So 20 Jul, 2008 10:11 Titel: |
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Ich brüte jedes Jahr ein paar Dutzend Nachzuchten Europäischer Landschildkröten aus. Und ich gebe diese Tiere an Leute ab, die auch gerne Schildkröten halten wollen.
Ich gebe mir viel Mühe, vernünftig zu beraten und es kostet mich viel Zeit. Vor der Winterruhe gibt es keinen Tag, an dem ich nicht Irgendjemandem tel. versuche zu helfen oder die Unsicherheit zu nehmen.
Wenn ich keine Nachzuchten abgebe und auch sonst Niemand, wird die Nachfrage im Handel noch grösser, wo ein Grossteil des Angebotes durch den Nachschub von den Zuchtfarmen gedeckt wird. Und es werden noch mehr kleine Schildkröten mit falscher Beratung und falschen, überflüssigem oder teils schädlichem Zubehör verkauft. Das ist zwar nicht in jedem ooladen so, aber doch leider immer noch die Regel.
Von dem Erlös dieser jährlich von mir abgegebenen Nachzuchten werde ich ganz sicher nicht reich werden, aber ich finanziere damit zumindest mein Hobby. Und es macht mir immer noch Spass und das und mein Wissen gebe ich gerne an meine "Kunden" weiter.
Jutta _________________ wer suchet, der findet mich hier:
http://www.dght.de/regional/neuss |
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Minele
Anmeldungsdatum: 29.05.2008 Beiträge: 111 Wohnort: Neckar-Odenwald-Kreis Arten: testudo hermanni boettgeri
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Verfasst am: So 20 Jul, 2008 12:59 Titel: |
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So siehts doch aus, wenn all die "kleinen" Züchter keine Eier mehr ausbrüten, wird doch der Bedarf bzw. die Nachfrage nicht weniger, damit spielt man doch genau den skrupellosen Zuchtfarmen in die Hände. Das würde mit Sicherheit bedeuten, daß noch mehr kleine Schildkröten unter miserablen Bedingungen "produziert" werden würden.
Unsere Schildkröte ist auch von einem "kleinen" Züchter, der uns ein paar Tipps mit auf den Weg gab und bei Fragen jederzeit zur Verfügung steht. Ich hab aber auch das Terrarium in der Zoohandlung gesehen, nur Rindenmulch drin, und eine Heukugel zum Fressen in der Mitte, mit sechs kleinen Schildkröten und für jemanden der keine oder kaum Ahnung von Schildkröten hat, sah das alles nach unkomplizierter Haltung aus.
Minele |
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Drekie

Anmeldungsdatum: 23.02.2007 Beiträge: 73 Wohnort: Brandenburg
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Verfasst am: So 20 Jul, 2008 13:24 Titel: |
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| Minele hat folgendes geschrieben: | So siehts doch aus, ....... Ich hab aber auch das Terrarium in der Zoohandlung gesehen, nur Rindenmulch drin, und eine Heukugel zum Fressen in der Mitte, mit sechs kleinen Schildkröten und für jemanden der keine oder kaum Ahnung von Schildkröten hat, sah das alles nach unkomplizierter Haltung aus.
Minele |
Da triffst du genau auf den Punkt.
Auch ich habe vor sechs Jahren so ein Tier gekauft.
Sieht alles so einfach aus für den Laien, der Kenner emfindet nur Mitleid bei dem Anblick.
Ich habe mich damals auch blenden lassen und noch obendrein vieles unnützes Zeug im Zooladen mitgekauft. Die Beratung war unter aller Sau, wie ich heute, Gott und den Foren sei dank, weiß.
Ich bemühe mich ständig das Beste aus dieser Situation zu machen. Das meinte Christine sicher mit verantwortungdsvollen Käufern. Wenn ich auch nie im Leben das Ideal erreichen werde. Aber ich und meine Familie haben ja so 100 Jahre Zeit.
Also ,ich meine Ihr ( die kleinen Züchter) solltet weiter machen. _________________ Mit freundlichen Grüßen Andreas
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milli
Anmeldungsdatum: 09.05.2008 Beiträge: 277 Wohnort: Bochum Arten: Schildkröten,Hund, Katze, Maus
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Verfasst am: So 20 Jul, 2008 14:05 Titel: |
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Tja-ich sehe das halt anders
wenn man das ganze Thema auf die Essenz runter reduziert,
haben die Tiere hier eigentlich gar nichts zu suchen.
Aber gut-die Realität ist anders,also müssen wir uns DAMIT auseinandersetzen.
Um auf die Frage von Christine (woher ich meine Tiere hätte,wenn es die ganzen"bösen" Züchter nicht gäbe) zu antworten-ich habe meine Tiere von Frau Meier,Herrn Müller,Frau Schmitt,Herrn Krause.........
"Wenn die bösen Züchter nicht wären,hätte ich ein Hobby weniger"
Ist das die Rechtfertigung dafür,das jedes Jahr übermäßig viele Tiere nachgezogen werden dürfen-
um anderer Leutes Hobby zu sichern?
Das ist mir zu einfach-
Ich würde im Zweifelsfall noch ganz andere Dinge für die Tiere tun,als nur auf mein Hobby zu verzichten.
Ich würde mir wünschen,dass die,die jedes Jahr diese Mengen ausbrüten etwas selbstkritischer auf ihr Tun schauen
und nicht ihr Handeln noch als fast schon aufopferungsvoll im Sinne des Artenschutzes verkaufen.
Aber wer lässt sich schon gerne die Butter vom Brot nehmen !?
Manfred :
Du sagst :wer gibt uns das Recht zu entscheiden.....
Wir treffen alle paar Tage in unserem Leben wichtige Entscheidungen- und dafür soll es dann plötzlich nicht mehr reichen?
Es ginge um eine Entscheidung der Vernunft und nicht der Unvernunft.
Ich glaube,dass es darum geht,dass der leidenschaftliche Schildkrötenhalter die Zucht als Beweis seines Könnens und seiner Kompetenz braucht
und das sind ja bekanntlich die Dinge von denen man sich am schwierigsten trennt.
Ich möchte hier noch mal sagen,dass es mir darum geht über dieses
Thema nachzudenken und zu diskutieren-auch ich habe nicht den Stein der Weisen gefressen-und wie gesagt:
es geht mir nicht um das DAS
sondern um die Menge und die Häufigkeit
und das damit häufig verbundene "Nichtbereitsein" kritisch auf das eigene Handeln zu schauen.
Ich glaube übrings nicht daran,dass es durch viele private Nachzuchten dazu kommt,dass die Zuchtfarmen irgendwann "zumachen" weil sie überflüssig geworden sind.
ich glaube,dass es in ein paar Jahren so aussieht wie in den 70-80
Jahren und das wäre eine Katastrophe.
Gruss Milli _________________ Meine Homepage wird regelmäßig aktualisiert,schau mal wieder rein http://trullaundfreunde.npage.de |
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christine
Anmeldungsdatum: 07.05.2008 Beiträge: 556 Wohnort: Wien-Aspern Arten: THB u. t.km
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Verfasst am: So 20 Jul, 2008 15:15 Titel: |
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Hallo Milli!
Ich kann mich noch sehr gut erinnern, dass früher in jeder Zoohandlung kleine Hunde und Katzen unter erbärmlichen Bedingungen angeboten wurden.
Das gibt es heute nicht mehr. Diese Tiere kannst du nur mehr direkt von Züchter kaufen. Durch diesen Kauf, entsteht (sollte meiner Meinung nach jedenfalls) ein Kontakt zu dem Züchter, der gerade am Anfang auch sehr Wichtig ist. Ich finde so sollte es bei jedem Lebewesen sein. Bei Schildkröten genau so wie auch bei Hamster oder Meerschweinchen.
Kaum ein Tierhändler kennt sich bei allen Tierarten gut aus, muss er ja auch nicht. Dafür könnte man vielleicht die Powersun, gute Schildkrötenfachliteratur, Frühbeete, Häuschen mit Deckelheizung, Argops und so Weiter im Zooladen kaufen.
Ändern wird sich aber leider nichts solange da nicht ein allgemeines Umdenken stattfindet und endlich einmal gehandelt wird. Nur schreien ist halt zu wenig!
Jemand der seine Schildkröten so hält wie die paar User hier im Forum, wird kaum an Reichtum denken, wenn er seine 10 bis 50 Tiere im Jahr verkauft.
Ich glaube auch kaum, dass sich jemand eine Schildkröte "anschafft"(mein Gott, wie ich dieses Wort hasse) um sie zu quälen.
Warum halten denn so viele Leute die Tiere im Terrarium?
Warum kaufen sie um viel Geld falsches Futter?
Warum schmieren sie Panzeröl auf die Panzer?
Warum tragen sie die Tiere von Haus in den Garten und wieder zurück?
Warum füttern sie Paradeiser und Kopfsalat?
Weil sie diese Tiere Quälen wollen?
Nein!
Sie wollen eben das allerbeste für ihre Schildkröte und wurden nicht richtig aufgeklärt.
Ich hoffe, es gibt in Zukunft mehr kleine Züchter, die diese Tiere aus Leidenschaft halten und jedes Jungtier, dass dann den Besitzer wechselt kommt zu einem aufgeklärten Halter.
Das wünsche ich mir und genau darum brüte ich nicht mehr als 25 Eier aus. Auf diese Tiere warten bereits die künftigen Halter und sie werden noch weiter warten, bis im Frühling, nach der Hibernation. Da wartet nämlich bereits ein gut angewachsenes Freigehege auf meine kleinen Lieblinge.
Die, die nicht warten wollen, kaufen eben in der Zoohandlung, solange es dort welche gibt.
Ich bin nämlich eine kleine Züchterin und wähle die Tiere, deren Eier ich ausbrüte nach ganz bestimmten Kriterien aus.
Ich kann natürlich nur einen ganz kleinen Teil an Aufklärungsarbeit leisten, aber den leiste ich.
Und wenn man es ganz ernst meint, dann sollten wir uns doch alle an der Nase nehmen, wir, die in diesem Klima mediterrane Landschildkröten halten. Und das tue ich, genau wie du auch. Ob ich vor 40 Jahren als Kind mit diesem Tier beglückt wurde oder ob du dich ganz bewusst für die Schildkrötenhaltung entschieden hast.
Würden diese Tiere nicht mehr nachgezüchtet werden, würde der Schwarzmarkt ganz schön blühen zum Leidwesen der Populationen im natürlichen Habitat.
Wenn du für diese Tier wirklich was tun willst, dann hättest du auf die Haltung deiner Schildkröten verzichten müssen.
Du musst doch auch anderen das zugestehen, was du selber machst, oder hast du keine Schildkröten?
lg
christine
PS: Ich bin leidenschaftliche Kanufahrerin und wenn ich in der Einsamkeit einen anderen Kanuten treffe, bin ich nicht grantig, weil er die Selben Ideale lebt wie ich, sondern ich freue mich. Nur wenn er laut schreiend durch die Wildnis fährt, find ich`s nicht gut. _________________
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Sofie

Anmeldungsdatum: 16.06.2008 Beiträge: 44 Wohnort: Niederbayern Arten: u.a. Landschildkröte
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Verfasst am: So 20 Jul, 2008 16:41 Titel: |
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Das man Rassehunde nur noch bei einem Züchter kaufen kann ist eine irrige Annahme.
Sie werden zu Hauf in DHD24, an den Parkplätzen und Märkten auf dem Schwarzmarkt angeboten, klein, krank und sterbenskrank.
Keine Massenhundezuchtanlage wird im Ausland zu gemacht, weil man hier die Hunde beim Züchter kaufen kann. Sie werden angeboten für 150,--, 250,-- Euro, sogar kupiert, (beim Züchter kosten sie über 1000,--Euro) obwohl die Einfuhr verboten ist, und das sind die Hunde die bei den ganzen Notorgas. oder TH landen.
Das mit dem Schwarzmarkt bekommt man nicht in den Griff wegen des Billigpreises. dass bekommt man nur in den Griff wenn man Aufklärung betreibt!
Und so sehe ich das bei den Schildkröten. Aufklären nicht in Zoohandlungen zu kaufen, anders geht das nicht.
In gewissem Sinne muß ich Milli recht geben, ich habe auch die Befürchtungen das es wieder zu viele werden. Und wenn ich hier lese es lebt eine Schildkröte im 4. Stock in einem Terrarium, dann werden die Befürchtungen noch größer.
LG Heidi _________________ Heidi & Sofie |
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sparkymuckel
Anmeldungsdatum: 09.04.2007 Beiträge: 14
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Verfasst am: So 20 Jul, 2008 17:03 Titel: |
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Hallo!
Bei den Schildkröten die ihr abgebt- schaut ihr euch vorher das neue zu Hause an und verschafft euch einen Überblick, ob die Tire dort annähernd artgerecht gehalten werden?
Gebt ihr die Schildkröten mit einem Schutzvertrag ab, der festlegt, wie die Schildkröten gehalten werden müssen?
Würde mich mal interessieren, wie das bei schldkröten gehandhabt wird.
LG |
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milli
Anmeldungsdatum: 09.05.2008 Beiträge: 277 Wohnort: Bochum Arten: Schildkröten,Hund, Katze, Maus
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Verfasst am: So 20 Jul, 2008 17:23 Titel: |
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Hallo Christine,
für mich gibt es einen riesigen Unterschied zwischen einem domestizierten Tier und einem Reptil.
Wir züchten Tiere in Massen,die hier im Grunde nichts zu suchen haben (wie Du ja auch selbst sagtest)-das ist es,was ich in Frage stelle.
Wenn wir schon alle unter der Erde liegen,wandeln diese Tiere(mit Glück-oder Pech)immer noch über die selbige.
Du sagst "Umdenken" ist wichtig
Aber wer soll denn umdenken?
Es kann doch nicht sein,dass man mit dem Finger auf den anderen zeigt und sagt :
"Ok-ich behalte mein Verhalten bei wie es ist -aber DU musst Dein Verhalten ändern,
ich gebe jedes Jahr neue Tiere in die Welt-wenn DU damit nicht vernünftig umgehen kannst,ist es doch nicht meine Schuld"
Augenscheinlich ist es natürlich ethisch erst mal völlig
legitim und angesehener ,Leben entstehen zu lassen-(auf jeden Fall eher als es zu unterbinden).
Aber ist es das wirklich,wenn die Bedingungen schlecht sind.
Der Papst verbietet die Pille und Teile von Afrika platzen aus allen Nähten
da wünschen wir uns Geburtenkontrolle und schreien auf.
Da wo wir selber maximalen Einfluss haben,nutzen wir ihn nicht.
Das ist doch nicht :VOR DER EIGENEN HAUSTÜR KEHREN
Sei mir nicht böse-aber jeder wird hier eine Legitimation zu SEINER
Nachzuchtambition erklären können.
Und damit wären wir dann wieder am Anfang .
Eigentlich heißt es ja:"Die Nachfrage bestimmt das Angebot"
Toll,wenn das hier auch so wäre-ist es aber nicht.
Es ist genau anders herum-es wird auf Teufel komm raus produziert und in ein paar Jahren kriegt man die Tiere wieder für 20 Euro
und der Überschuss ist so groß wie bei Butter und Fleischbergen,die jährlich auf dem Müll landen.
Also ich möchte nicht in 10 Jahren dastehen und zugeben müssen,dass ich da( maßgeblich) mitgewirkt habe
Es geht mir nicht darum abzuklären, ob der einzelne reich wird durch seine Nachzuchten oder nicht-es geht um die VERANTWORTUNG für jedes einzelne Tier.
Du sagst,ich müsste anderen zugestehen,was ich selber auch tue.
Was tue ich denn?
Brüte ich jedes Jahr zwischen 20-60 (oder mehr )Eier aus?
Nein !
Wenn ich das täte,würde ich wohl kaum so eine Diskussion führen.
Gruß Milli _________________ Meine Homepage wird regelmäßig aktualisiert,schau mal wieder rein http://trullaundfreunde.npage.de |
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Minele
Anmeldungsdatum: 29.05.2008 Beiträge: 111 Wohnort: Neckar-Odenwald-Kreis Arten: testudo hermanni boettgeri
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Verfasst am: So 20 Jul, 2008 19:15 Titel: |
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| Zitat: | Es ist genau anders herum-es wird auf Teufel komm raus produziert und in ein paar Jahren kriegt man die Tiere wieder für 20 Euro
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milli, du hast mit deiner Aussage sicher recht, aber glaubst du denn wirklich, daß diese Tiere, wenn sie denn statt 20€ dann 200€ kosten würden, weniger interessant für den potentiellen Käufer wären? In Zeiten, in denen für Spielekonsolen z.Bsp. locker mal 400 Euro hingeblättert werden, wo ein Spiel 40 Euro kostet, und bezahlt wird ohne mit der Wimper zu zucken, glaubst du da wirklich, daß sich da jemand vom Preis abschrecken läßt?
Wenn jetzt alle privaten Züchter von der Zucht Abstand nehmen würden, dann würden eben andere den Markt bedienen, da bekäme man die Tiere eben teurer, ohne Aufklärung, wahrscheinlich in einem miserablen Zustand, aber man bekäme sie!
| Zitat: | Wenn du für diese Tier wirklich was tun willst, dann hättest du auf die Haltung deiner Schildkröten verzichten müssen.
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Christine hat recht mit dieser Aussage. Wenn du konseqent sein willst, dann müsstest du ganz verzichten. Jetzt wirst du sagen, nein stimmt nicht, ich halte meine Tiere artgerecht, aber das ist deine persönliche Einschätzung der Situation! Um es mit deinen Worten auszudrücken, jeder der eine Schildkröte hält wird hier eine Legitimation zu seiner Schildkrötenhaltung erklären können.
Minele |
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milli
Anmeldungsdatum: 09.05.2008 Beiträge: 277 Wohnort: Bochum Arten: Schildkröten,Hund, Katze, Maus
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Verfasst am: So 20 Jul, 2008 20:27 Titel: |
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Minele,
ich habe mich zwar auch zum Thema Kosten geäußert-und ich glaube schon,dass es eine Rolle spielt,ob ein Tier 20 oder 200 Euro kostet-
aber im Grunde ist es nicht das,worum es mir geht-sondern um die Verantwortung für MEIN Verhalten.
Du schreibst,wenn alle priv. Züchter von der Zucht Abstand nehmen würden-dann würden eben andere den Markt bedienen-
und genau darum geht es mir(hab ich aber vorhin schon geschrieben)
.....wenn die anderen den Markt bedienen würden,mach ich das doch lieber vorher.....
Darüber hinaus weiß ich,dass es ab einer bestimmten Nachzuchtmenge gar nicht mehr möglich ist,sich so individuell um die Vermittlung zu kümmern,wie es hier immer wieder angepriesen wird.
"Wenn ich wirklich etwas für die Tiere tun wollte,müsste ich auf meine Haltung verzichten"
Auch dazu habe ich mich schon geäußert-aber noch mal:
Wenn ich auf meine Haltung ( ich betreibe eine kleine private Auffangstation)verzichten würde,gäbe es jede Menge Tiere,die das Gras jetzt von unten angucken könnten.
Ich ruhe mich nicht darauf aus,dass ich behaupte,meine Haltung sei artgerecht-
ich stelle das Thema der Schildkrötenhaltung immer wieder in Frage, gerade weil ich bei mir selbst und auch im unmittelbaren Umkreis sehe,wie schwer es ist den Tieren wirklich gerecht zu werden -aber nicht weil die Menschen schlecht sind -sondern weil es sich hier um Tiere handelt,die hier nicht hin gehören.
Nicht umsonst habe ich mich für meine Art der Haltung entschieden.
Wie viele von den zigtausend Nachzuchten haben denn letzten Endes das "Glück" so leben zu dürfen wie bei uns?
Ich möchte noch mal sagen,dass die Schildkrötenhaltung ansich wahrscheinlich schon nicht in Ordnung ist-
aber es ist so-
und neben den aufgenommenen Tieren habe auch ich ein paar Wunschtiere.......
Es geht um das Thema zigfache regelmäßige Nachzuchten und die Verantwortung dafür
Gruß Milli _________________ Meine Homepage wird regelmäßig aktualisiert,schau mal wieder rein http://trullaundfreunde.npage.de |
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christine
Anmeldungsdatum: 07.05.2008 Beiträge: 556 Wohnort: Wien-Aspern Arten: THB u. t.km
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Verfasst am: So 20 Jul, 2008 21:22 Titel: |
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Milli, du hörst dich ja an, als hättest du gar keine Schildkröten, oder zu mindest keine Freude daran sie halten zu dürfen
| Zitat: | | Wenn wir schon alle unter der Erde liegen,wandeln diese Tiere(mit Glück-oder Pech)immer noch über die selbige. | und die Liebe und Fastination geht über zu unseren Kindern, wie einst von meinen Eltern zu mir.
| Zitat: | | Aber wer soll denn umdenken? | der Handel der mit Lebewesen handelt.
| Zitat: | | ich gebe jedes Jahr neue Tiere in die Welt-wenn DU damit nicht vernünftig umgehen kannst,ist es doch nicht meine Schuld | "nach dem ich weiß, welche Liebe ich zu diesen Tieren empfinde, kann ich es auch verstehen. dass es anderen so geht (vielleicht liebst du diese Tiere ja auch?)
| Zitat: | | Wie viele von den zigtausend Nachzuchten haben denn letzten Endes das "Glück" so leben zu dürfen wie bei uns? | Ich finde diese Aussage lächerlich, wenn man bedenkt, wie viele Kinder, wie viele Menschen das Glück haben ein menschenwürdiges Leben leben zu dürfen.
Da wird die Schildkrötenhaltung ganz lächerlich dagegen.
Nun, wir haben es uns zu Aufgabe gemacht, den Schildkröten ein möglichst artgerechtes Leben zu gewährleisten. Wenn ich kleine Züchterin an 10 oder 15 Menschen im Jahr meine 25 Schildkröten verkauft habe, dann gibt es ein paar wenige Menschen mehr, die dieses wunderbare Hobby leben, so wie ich auch. Und, die diese Sache ernst nehmen, sich Gedanken über die noch verbleibenden Tiere im natürlichen Habitat machen, dort mit Geld Projekte unterstützen und genau so am "Schildkrötenfieber" glühen, wie wir auch.
Würden diese Menschen das auch, wenn sie ihre Schildkröte als kleines tunesisches Souvenir mitgenommen hätten? Oder wenn sie so ein armes kleines Viehcherl von Deh... gerettet hätten und es jetzt bei ihnen zu Hause in einem größeren Terrarium sitzt?
Ich finde es wäre Wünschenswert, wenn der Handel mit Lebewesen (ich weiß, ich wiederhole mich) ausschließlich in den Händen von Züchtern wäre. Diese müssten sich als Züchter ausweisen können und müssten auch regelmäßige Amtstierärztlichen Kontrollen unterliegen.
So, wie der Handel mit Schildkröten derzeit ist, ist es eine halbe Sache. Kein Mensch kümmert sich wirklich darum ob Arten gekreuzt werden oder nicht, Hauptsache die Kohle stimmt, sowohl beim Züchter als auch bei den Ämtern, die für € 15.-- die Papierdeln ausfüllen. (In Österreich scheint es jeden Falls so zu sein) Kein Hahn kräht später danach, was mit dieser Schildkröte passiert ist.
Ich wünsche mir mehr kleine Züchter, die ihre Sache ernst nehmen!!! Denen daran liegt, wo ihr Nachwuchs hin kommt.
Nur schrei`n , dass keine Tiere mehr verkauft werden sollen hilft da überhaupt nichts, selber verantwortungsvolle Käufer finden, dass hilft da meiner Meinung nach schon eher.
1000mal lieber wenn einer nach einem guten Gespräch über die Haltung feststellt, dass er besser kein Tier nimmt, als ein Tier ohne, oder mit falscher Haltungsberatung in irgend einem Laden gekauft.
Ich habe schon sehr viele Nachzuchten verschenkt, weil es ganz einfach gut gepasst hat.
Und ich habe schon sehr viele kranke und weggeschmissene Tiere gesund gepflegt und einen passenden Neubesitzer gefunden, wie sicher die meisten kleinen Züchter unter uns.
Aber was erwarten wir, in einer Zeit, wo Menschenkinder oder Menschen aus anderen Ländern nicht mehr zählen als eine Schildkröte?
lg
christine _________________
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