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SabineWil
Anmeldungsdatum: 23.10.2004 Beiträge: 2978 Wohnort: Oldenburg Arten: Thb, Tgi, T.horsfieldii, G.spengleri, Terrapene carolina triunguis und noch andere Haustiere
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Verfasst am: Do 24 Jul, 2008 11:50 Titel: |
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Hallo MS
In meinem Schildkröten-Bekanntenkreis, und der ist sehr groß, würde niemand eine Nachzucht an ein Zoogeschäft weiter geben.
Merkwürdigerweise finden wir alle geeignete Halter und kontrollieren diese auch.
Schwarze Schafe gibt es überall.
Ich habe ja schon geschrieben daß ich nie alle Eier, die meine Weibchen legen, ausbrüte. Ein/ zwei Gelege pro Jahr, das reicht. Dabon behalte ich meistens die Hälfte (Platz habe ich ja genug) und gebe die Kleinen erst ab wenn ich weiß welches Geschlecht sie haben. Bis jetzt sind es immer Weibchen geworden und du kannst sicher sein, daß man da immer genügend sehr gute Halter findet. Aber ich stelle hohe Ansprüche an die Haltung und nicht jeder bekommt von mir eine Schildkröte.
Ich habe jedes Frühjahr mindestens 50 Anfragen, aber höchsten 6 Tiere abzugeben (die meist schon vorbestellt sind).
Meine Hündin und meine Katze sind selbstverständlich auch kastriert, denn ich möchte gerade bei diesen Tieren nicht dazu beitragen, daß noch mehr im Tierheim landen.
Meine Hühner haben keinen Hahn und darum muß ich auch keine angebrüteten Eier vernichten.
Die Eier der Geckos werden auch vernichtet (da gibt es wenige Abnehmer) und auch bei den Emys brüte ich die Eier nicht aus.
Viele Grüße
Sabine _________________ www.pflanzenbestimmung.de
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christine
Anmeldungsdatum: 07.05.2008 Beiträge: 718 Wohnort: Wien-Aspern Arten: THB u. t.km
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Verfasst am: Do 24 Jul, 2008 12:47 Titel: |
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Hallo MS!
Ich habe immer das Gefühl, die Tiere, die mein Reich verlassen werden von Leuten gekauft, die sich schon lange vorher damit auseinandersetzen, das Gehege gerichtet und bereits gut informiert sind. Schließlich warten sie ja meistens ein Jahr darauf, bis sie von mir die Tiere nach Hause tragen können.
Wenn ich denke, dass ich an eine Familie, die sich aus einer Laune heraus diese Tiere anschafft verkauft hätte, lauft es mir kalt den Rücken runter.
Bei mir findest du aber keine Tiere in der Auslage, die rasch in die Tüte gepackt werden und ab zu dir nach Hause. So lauft das nämlich kaum bei einem kleinen Züchter, der an verantwortungsbewusste Käufer verkauft.
Eier, die ich vernichte, sind auch nicht angebrütet, da ich sie sofort vernichte und nicht erst eine zwei Tage später, wenn ich sie zufällig finde.
Ich möchte meinen Tieren ihr Dasein bei mir nicht nur erträglich machen, sondern bei vielen anderen Haltern (und auch künftigen Haltern) die Liebe zu diesen Tieren wecken und, wenn notwendig, ein Umdenken erreichen.
Wenn du deine Schildkröten als Last empfindest, weil du ja gar nie welche haben möchtest, warum gibst du sie dann nicht ganz einfach an jemanden, der wirklich Schildkröten will?
lg
christine
PS: übrigens ich denke zuerst an meine Kinder(und davon habe ich Gott sei Dank viele), dann an meinen Mann, meine Eltern und Geschwister dann an mich und erst dann an meine Tiere. Alles andere ist meiner Meinung nach Heuchelei oder prvers. _________________
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MargeSimpson
Anmeldungsdatum: 18.04.2007 Beiträge: 5
Arten: 2 THB
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Verfasst am: Do 24 Jul, 2008 13:19 Titel: |
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Hallo Christine!
Ich habe nicht behauptet, dass ich die Tiere als Laste empfinde. Ich hätte mir nur keine Schildkröten zugelegt, da ich durch eine Freundin weiß, dass die Haltung von Schildkröten nicht mal eben so im vorbeigehen erledigt ist. Entsprechend geschockt war ich auch, als er ohne Vorankündigung mit der ersten Kröte vor der Tür stand. Mein Mann, der sich mit den Tieren einen Kindheitstraum erfüllt hat, hat die Haltung auch völlig unterschätzt - dieses hat er bereits nach relativ kurzer Zeit eingesehen. Allerdings gehört auch er zu den Menschen, die Tiere nicht als austauschbaren Artikel betrachten und so wird für die Kröten alles erdenkliche getan. Trotzdem bin ich froh, wenn die beiden "ausgewachsen" sind und die Haltung dadurch (hoffentlich) einfacher wird.
"Wenn ich denke, dass ich an eine Familie, die sich aus einer Laune heraus diese Tiere anschafft verkauft hätte, lauft es mir kalt den Rücken runter. "
Dieses glaube ich Dir gerne, aber doch ist niemand vor soetwas gefeit. Und es muß ja auch keine Laune sein, sondern einfach Unterschätzung. Beispiel: die bereits genannte Freundin von mir hat sich eine Babyschildkröte (damals ca. 6 Monate) zugelegt (ist ca. 10 - 12 Jahre her), von einem Privatzüchter. Sie selber ist mit Tieren aufgewachsen und wollte dieses auch für ihren Sohn, der jedoch Allergiker ist, so dass diverse Tiere (Hunde, Katzen, Vögel, Hasen etc) nicht in betracht kamen - daher die Schildkröte. Sie kaufte sich ein Buch und das entsprechende Equipment (Terra, Pflanzenlampe, Schildkrötenfutter -Pellets von JBL, Salat, Gurken, Tomaten, Bananen, eine Heizmatte (!!) und als Einstreu Zeitungspapier. Das bitte an dieser Stelle nicht kommentieren!!!!!! Der Züchter hatte ihr zwar einiges über Haltung gesagt, aber in Büchern stand es ja anders .... Im Sommer wurde die Kröte dann in einem kleinen Plastikbehälter mit in den ca. 5 km entfernten Schrebergarten geschleppt und abends wieder zurück, das Ganze auch gerne mal mit dem Fahrrad. Wie gesagt: keine Kommentare dazu bitte .... Nun wurde die Kröte älter, höckerig und schließlich im Alter von ca. 6 Jahren auch krank, sie stülpte ihren Darm aus. Die Kinder ekelten sich davor, die Tierarztkosten wurden zu hoch und so wurde die Kröte kurzerhand verschenkt. Was aus ihr wurde, weiß keiner, interessiert die Leute aber auch nicht wirklich.
Der Züchter, den ich durch meine zwischenzeitlich kennengelernt habe, war -nachdem ich ihm die Geschichte erzählte- sichtlich schockiert und so entbrannte die Diskussion, wie zu verhindern sei, dass die Tiere vielleicht doch (über Umwege) in falsche Hände gelangen.
So und zu Deinem PS (obwohl es nichts mit dem Thema zu tun hat): ich bezog dieses auf die Versorgung. Soll heißen, bevor mein Tag richtig beginnt, werden morgens zu allererst die Tiere versorgt, dieses habe ich so gelernt und auch an meine Kinder weiter gegeben. Grundsätzlich steht für mich mein Mann an erster Stelle und dann die Kinder. Kinder sind irgendwann groß und gehen, doch wenn man sich zusehr auf seine Kinder fixiert bleibt dann häufig (wohlgemerkt nicht immer!) das große Loch und man stellt fest, dass die Beziehung "gegessen" ist. Habe ich leider auch schon zu häufig im Bekanntenkreis erlebt.
Gruß
MS |
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SabineWil
Anmeldungsdatum: 23.10.2004 Beiträge: 2978 Wohnort: Oldenburg Arten: Thb, Tgi, T.horsfieldii, G.spengleri, Terrapene carolina triunguis und noch andere Haustiere
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Verfasst am: Do 24 Jul, 2008 13:55 Titel: |
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Hallo MS
Der Züchter, der an deine Bekannte das Tier verkauft hat, war in meinen Augen nicht so, wie es sein sollte. Ich erkundige mich auch Jahre später noch nach den abgegeben Tieren,besuche sie oder lass mir Fotos schicken.
Ich berate immer, auch wenn es viel Zeit kostet.
So bin ich sicher daß meine Jungtiere immer in gute Hände gelangen und ich es nicht bereuen muß.
Da ich schon seit meiner Kindheit Schildkröten halte (jetzt bin ich schon Oma ), wußte ich welche Arbeit auf mich zukommt und habe mich trotzdem entschlossen eine große Gruppe zu halten.
Für mich sind meine Tiere, egal welche, so wichtig, daß ich auf Urlaub und Sonstiges ihnen zu Liebe verzichten kann.
Viele Grüße
Sabine _________________ www.pflanzenbestimmung.de
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Sascha
Anmeldungsdatum: 26.10.2004 Beiträge: 919 Wohnort: Karlifornia Arten: Shelled Warriors
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Verfasst am: Do 24 Jul, 2008 21:03 Titel: |
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Hallo Milli,
| Zitat: |
Sascha,
leider habe ich gerade jetzt in den letzten beiden Tagen wenig Zeit mich auf das Thema zu konzentrieren-
und wenn ich dann wieder gucke,haben 5 Leute geschrieben-ich bin aber hundemüde.....
Ich habe auf Deinen Beitrag unter anderem nicht ausdrücklich geantwortet
weil ich hier nicht der ANTWORTENGEBER bin
ich sitzt nicht auf der Anklagebank!!!!!!!!!
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Sorry, vielleicht hast Du mich falsch verstanden. Ich sah dich nicht auf der Anklagebank, nur bisher war es offensichtlich, dass Du die Diskussion hier quasi geführt hast. Ich hatte dann lange mit mir gekämpft, ob ich hier überhaupt einsteigen soll, da es für mich abzusehen war, es würde sich im Kreise drehen. Als ich es dann doch getan habe, war ich etwas verwundert, dass Kommentare zu meinem Beitrag eher Mangelware sind.
Ich wollte dich nicht angreifen, sondern nur einen kleinen Schubser geben, da ich mich gerne auf 1-2 Kommentare deinerseits gefreut hätte.
| Zitat: |
Ich habe Deinen Beitrag gelesen,fand ihn sehr interessant und für mich bereichernd |
Das freut mich.
| Zitat: |
Jetzt-nach 1200 Aufrufen habe ich das Gefühl,dass das Thema abgleitet und wir wirklich anfangen, uns im Kreis zu drehen.
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Ja, so läuft es leider sehr oft.
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Hallo MS,
| Zitat: | | Es gibt keine Kontrollmöglichkeit um wirklich sicher zu stellen, dass die Tiere immer einigermaßen artgerecht gehalten werden. |
Dann solltest Du niemals Tiere verkaufen, egal ob Nachzucht oder erwachsenes Tier. Und wenn du dann später zwei Männchen hast, die sich nicht vertragen?
a) Trennung
b) Weibchen kaufen, am Besten gleich 5-6, vielleicht jetzt schon anfangen zu sparen?
| Zitat: | | Hierbei unterstelle ich den meisten Leuten noch nicht einmal Vorsatz, sondern ganz einfach Dummheit/Unwissenheit und letztlich auch eine Menge Ignoranz (es handelt sich ja schließlich „nur“ um ein Tier..... – dieser Spruch soll aber keinesfalls meine Meinung wieder spiegeln, denn ich persönlich stehe auf dem Standpunkt, wenn ich schon die Verantwortung für ein Tier übernehme, dann kommt erst das Tier und dann ich, was natürlich auch auf Menschen/Kinder zutrifft!). Hinzu kommt, dass meiner Meinung nach (fast) jeder Schildkröten-Neuling den Aufwand, gerade bei Jungtieren, massiv unterschätzt. |
"Die meisten" - "fast jeder" .
Und wenn niemand die Tiere verkaufen würde, bliebe es auf Ewigkeiten für viele ein Traum, und der Schwarzmarkt hätte die volle Blütezeit, bis es keine Tiere mehr gibt, die man absammeln kann.
| Zitat: | | Ich denke von allen Tieren, die so in Privathand leben gibt es mehr als genug auf dem Markt, dieses gilt auch für Exoten (ein Kumpel von uns hat Leguane, tolle Tiere, lustig zu beobachten, er hat ein eigenes Zimmer für die, aber sie tun mir unendlich leid. |
Genug Exoten werden von privaten Haltern gepflegt.
| Zitat: | | Rein grundsätzlich stehe ich auf dem Standpunkt, dass die Haltung gewisser Tierarten generell verboten werden sollte und dazu gehören für mich u.a. auch Landschildkröten. Diese Tiere können kaum artgerecht gehalten werden, auch wenn doch jeder von uns behauptet, dieses zu tun. |
Genug Hunde werden schlecht gehalten, am Besten auch verbieten, oder?
| Zitat: | | Zoogeschäfte erhalten ihre „Ware“ auch gerne von kleinen Züchtern, für die es einfacher ist, einen ganzen Schwung auf einmal abzugeben, anstatt sie mühsam an Privatleute abzugeben. |
Richtig, kann ich ebenfalls bestätigen. Genug Privatleute geben Tiere in den Zoofachhandel - ich wurde selbst schon oft genug gefragt
| Zitat: | | Ich denke schon, dass der Markt jetzt bereits überfüllt ist, denn wie viele „Auffangstationen“ gibt es schon und sei es nur der Privatmann, der sich der armen Kreaturen annimmt? |
Was besonders auf unzählige Wasserschildkröten zutrifft.
| Zitat: | | was macht denn den verantwortungsvolle Züchter, wenn er seine Nachzuchten wirklich nicht mehr „los“ wird? |
Günstiger anbieten? - in Börsen mit Tierversand anbieten? - an den Zoofachhandel verkaufen?
Ich weiss nicht, wie jeder einzelne Züchter tickt. Ich habe schon gesehen, wie jemand 20 Nachzuchten für Appel & Ei im Gesamtpreis angeboten hat.
| Zitat: |
Ich finde Schildkröten toll und faszinierend, nur wollte ich sie nicht halten. Leider hat mein Mann sie aus einer Laune heraus „angeschleppt“ und ich werde alles, was in meiner Macht steht tun, um den Tieren ihr Leben von erträglich wie möglich zu machen, denn dazu respektiere ich Tiere viel zu sehr. |
Was wäre mit Rückgabe gewesen?
Grundsätzlich:
Du malst die gesamte Situation ziemlich schwarz, man könnte meinen, wir alle würden unsere Landschildkröten nicht "artgerecht" halten, weil es deiner Meinung kaum möglich ist. Ich halte seit vielen Jahren bereits Landschildkröten, versuche nach wie vor das Verhalten zu studieren, habe Schränke voller Literatur, und knie'e mich in das Hobby richtig rein. Ich weiss nicht, wie Du "artgerecht" definierst, möchte dir aber gerne auf die Sprünge helfen: http://de.wikipedia.org/wiki/Artgerechte_Tierhaltung
Hast du schonmal darüber nachgedacht, dass viele neue Erkentnisse auch durch private Halter zustande kommen?
Viele Ideen die bereits heute zur Verbesserung der Haltung eingeflossen sind, stammen von privaten Haltern.
Das kommerzielle Geschäft lässt sich nicht vermeiden. Die Gesetze müssten noch straffer geregelt werden. Ein spezieller Sachkundenachweis sollte zur Pflicht werden. Man könnte soviel tun!
Nur weil all das nicht so geregelt ist, wie wir uns das vorstellen, sollten wir nicht den Kopf in den Sand stecken, denn Minderheiten können genauso Großes leisten!
Gruß,
Sascha |
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christine
Anmeldungsdatum: 07.05.2008 Beiträge: 718 Wohnort: Wien-Aspern Arten: THB u. t.km
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Verfasst am: Do 24 Jul, 2008 21:13 Titel: |
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| Zitat: | | Hinzu kommt, dass meiner Meinung nach (fast) jeder Schildkröten-Neuling den Aufwand, gerade bei Jungtieren, massiv unterschätzt. | und genau da liegt meiner Meinung nach das das Problem. Meine Jungtiere kommen gleich nach dem Schlupf bereits in ein selbst gebautes Frühbeet. Dort finden sie sehr viele Verstecke und auch genug Futter. Sie sind von Anfang an Selbstversorger. Ich brauche sie nicht baden, füttern, mit UV Lampen bestrahlen und was weis ich was alles noch.
Gerade deshalb kann ich gesunde und ausgesprochen schöne Tiere vorweisen.
Ich muss sie nicht jeden Tag ausbuddeln und sehen.
| Zitat: | | Zu einer verantwortungsvollen Tierhaltung gehört immer auch der verantwortungsvollen Umgang mit Vermehrung. | da geb` ich dir recht, darum hoffe ich auch sehr, dass es weiterhin die kleinen Züchter (nicht Vermehrer) gibt.
| Zitat: | Rein grundsätzlich stehe ich auf dem Standpunkt, dass die Haltung gewisser Tierarten generell verboten werden sollte und dazu gehören für mich u.a. auch Landschildkröten.
Diese Tiere können kaum artgerecht gehalten werden, auch wenn doch jeder von uns behauptet, dieses zu tun. | wenn man im Glashaus sitzt, sollte man nicht mit Steinen werfen Du hast ja auch Schildkröten, oder?
| Zitat: | | Zoogeschäfte erhalten ihre „Ware“ auch gerne von kleinen Züchtern, für die es einfacher ist, einen ganzen Schwung auf einmal abzugeben, anstatt sie mühsam an Privatleute abzugeben. | Das würde sich aber bald ändern, wenn man Züchterbescheinigungen vorweisen müsste und der Verkauf von Lebewesen generell für Zoohandlungen verboten wäre. Die sollten sich eher auf Zubehör spezialisieren.
| Zitat: | | Letzlich stellt sich mir eine Frage: was macht denn den verantwortungsvolle Züchter, wenn er seine Nachzuchten wirklich nicht mehr „los“ wird? | Diese Frage stellt sich für den verantwortungsvollen Züchter nicht, weil er nicht auf Teufel komm raus alles ausbrütet.
| Zitat: | | Ich finde Schildkröten toll und faszinierend, nur wollte ich sie nicht halten. Leider hat mein Mann sie aus einer Laune heraus „angeschleppt“ und ich werde alles, was in meiner Macht steht tun, um den Tieren ihr Leben von erträglich wie möglich zu machen, denn dazu respektiere ich Tiere viel zu sehr. | Na ja, was soll ich dazu sagen, deine Familie scheint mir ja nicht zu den verantwortungsvollen Käufern zu gehören
Wenn wir (mein Mann und ich) uns ein Tier anschaffen, dann besprechen wir das miteinander. Für mich ist es unvorstellbar, dass mein Mann eines Tages mit einem Tier nach Hause kommt. Selbst wenn es eine Rettungssituation ist, besprechen wir so was.
| Zitat: | | So und zu Deinem PS (obwohl es nichts mit dem Thema zu tun hat): ich bezog dieses auf die Versorgung. Soll heißen, bevor mein Tag richtig beginnt, werden morgens zu allererst die Tiere versorgt, dieses habe ich so gelernt und auch an meine Kinder weiter gegeben. Grundsätzlich steht für mich mein Mann an erster Stelle und dann die Kinder. Kinder sind irgendwann groß und gehen, doch wenn man sich zusehr auf seine Kinder fixiert bleibt dann häufig (wohlgemerkt nicht immer!) das große Loch und man stellt fest, dass die Beziehung "gegessen" ist. Habe ich leider auch schon zu häufig im Bekanntenkreis erlebt. | Kinder werden groß, das stimmt, meine beiden Töchter (24 und 20 Jahre alt) wohnen nicht mehr bei mir, mein
Sohn ist auch schon 16, der lebt noch zu Hause ABER sie sind mir und meinen Mann immer noch das Wichtigste, und glaube mir, auch ganz ohne Klammern. Da gibt es kein Loch, sondern viele Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel ein wunderschönes Hobby, das ich mit meinen Mann teile.... nämlich die Schildkröten die schon sehr lange bei uns leben.
Ich kann jeden verstehen, der eine große Liebe zu diesen Tieren empfindet und ich gönn auch jeden verantwortungsvollen Käufer seine Schildkröten im Freigehege.........oder Terrarium (das kommt nämlich ganz auf die Art an)
Und so mancher nicht verantwortungsvoller Käufer hat dank dieses Forums gelernt echte Verantwortung für seine Schildkröten zu übernehmen
lg
christine _________________
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Impala

Anmeldungsdatum: 18.07.2008 Beiträge: 168 Wohnort: Gießen, Mittelhessen Arten: Griech. Landschildkröten
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Verfasst am: Fr 25 Jul, 2008 08:49 Titel: |
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Liebe Landschildkrötenfreunde!
Eigentlich wollte ich mich nicht mehr in dieses Thema einklinken, weil es sich schon etwas im Kreise dreht - leider mit gelegentlich heftigen Angriffen. Die Liebe zum Tier (und nicht etwa Profitgier) setze ich bei allen, die sich an diesem Forum beteiligen, voraus. Dies ist auch bei mir der Fall. Wenn ich von einer "Kindheitssünde" absehe, halte ich seit 30 Jahren Schildkröten (im Garten), die in der Phase der starken Beanspruchung durch 2 Kinder, Haus und Garten sowie Halbtagsberufstätigkeit "so nebenher mitliefen" - mit leider vielen Haltungsfehlern, die ich nach und nach durch angeeignetes besseres Wissen abgelegt habe. Seit 2003 haben wir zu unserer großen Freude Nachzuchten, die mit ihren Bedürfnissen im Tagesablauf schon die erste Geige spielen. So gilt nach kurzer Abwesenheit mein erster Blick den Kleinen im Freigehege (ist genug Wasser da, liegt kein Mini auf dem Rücken ?...). Es wird gepflegt, gehegt, verbessert, und, seit ich im Forum mitmische, erfahre ich ständig Neuigkeiten, bekomme Denkanstöße - alles zum Nutzen meiner Tiere. Meine Nachzuchten liebe ich sehr; sie haben alle Namen, werden in ihrem individuellen Verhalten mit Interesse beobachtet und wirklich gut versorgt, zumal mir bewußt ist, daß sie "mir ausgeliefert" sind, was schon eine große Portion Verantwortung bedeutet. Ich kann sie schon aus Platzgründen nicht alle behalten und gebe schweren Herzens welche ab - immer im Doppelpack, versteht sich, weil ich aus Erfahrung weiß, daß Schildkröten keine Einzelgänger sind. Schon viele Leute konnte ich für die Schildkröten interessieren, manche davon ernsthaft, so daß diese sich informierten, Gehege bauten und schließlich glücklich mit zwei oder drei Tieren abzogen (zu einem niedrigen Preis, manchmal zum Nulltarif, weil mir das gute neue Zuhause "meiner Kinder" wichtiger ist als der finanzielle Ersatz von meinen Haltungskosten). Zu den neuen Besitzern halte ich den Kontakt, bin für sie da, wenn sie Probleme haben oder einfach nur berichten wollen, und gerade kürzlich wieder besuchte ich "meinen Harry" und "meine Hermine" und freute mich über deren gute Unterkunft.
Meine Schildkröten-Mama fühlt sich wohl bei uns; sie will sich vermehren (Arterhaltung) und tut es. Die Eier wegwerfen - das kann ich (noch) nicht, denn in jedem steckt doch ein mögliches Krottchen. Unser Garten ist auf wunderschöne Weise belebt (toller Anblick, wenn die drei Großen völlig frei schon des Morgens über die Wiese wandern); wir haben sehr viel Freude mit unseren Tieren, aber auch viel Arbeit, ziemliche Kosten, manchmal Sorgen und gelegentlich richtigen Kummer, wenn eins mal krank ist, was gottseidank höchst selten vorkam, oder ein Schlüpfling es nicht schafft. Schlechtwettertage bzw. -zeiten stecke ich nicht mehr so gut weg, weil ich will, daß meine Schildkröten einen Sommer haben, der ein bißchen dem Klima entspricht, das ihnen von Natur aus "zusteht".
Zurück zum Thema: Ich finde, die Nachzuchten rechtfertigen sich durch die genannten Bedingungen: Liebe, Verantwortung, Respekt und Einsatz für die Tiere, die in unserem Lebensbereich existieren. Wie schon in einem früheren Beitrag erwähnt, unterstelle ich eigentlich jedem, der sich durch Lesen oder Schreiben in diesem Forum betätigt, daß diese Bedingungen vorhanden sind, und jeder macht's so gut er kann und weiß - mit jedem Klick lernt man dazu, zugunsten unserer Schützlinge.
Liebe Grüße von Impala
An Christine: Vielen Dank für Deine besonders guten und freundlichen Beiträge. Schade, daß Wien so weit weg ist; ich würde Dich gerne mal kennenlernen. |
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