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Aronstab- wie giftig für Schildkröten?

 
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MH744



Anmeldungsdatum: 13.07.2008
Beiträge: 2


BeitragVerfasst am: So 13 Jul, 2008 16:31    Titel: Aronstab- wie giftig für Schildkröten?

hallo zusammen,
mache mir grade ziemliche Sorgen um meine ausgewachsene griech. Landschildkröte. Sie hat vor einer halben Stunde ca. ein bis zwei Beeren des giftigen Aronstabs gefressen.
Wie wirkt das Zeug bei Schildkröten genau? Hat schon jemand damit Erfahrungen gemacht? Was kann man tun außer abwarten?
Gruß Roland
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Tante Tina



Anmeldungsdatum: 06.05.2008
Beiträge: 1229
Wohnort: Nähe Dortmund
Arten: Chinesische Dreikielschildkröte

BeitragVerfasst am: So 13 Jul, 2008 21:14    Titel:

Die Beeren sind stark toxisch auch für Tiere. Hat sie es bis jetzt überlebt?
Das Maul sollte möglichst ausgespült werden.
Anderen Tieren gibt man Tierkohle, um die Vergiftung abzumildern.
Eigentlich kann nur der Notdienst vom schildkrötenerfahrenen Tierarzt helfen.
_________________

Gruß
Tante Tina
Tante Tina
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ThomasSc



Anmeldungsdatum: 22.10.2004
Beiträge: 171
Wohnort: Kreis Soest

BeitragVerfasst am: So 13 Jul, 2008 21:52    Titel:

´n Abend,

Pflanzen bilden oft auffällige Beeren aus. Diese sollen von Tieren gefressen werden. Die eigentlichen Samen werden später ausgeschieden. So wird die Ausbreitung des Samens gefördert. Auch giftige Pflanzen bedienen sich dieser Strategie ohne den Beerenfressern Schaden zuzufügen. Das bekannteste Beispiel ist die Eibe, vielleicht auch die Tollkirsche.

Meine Vermutung ist, dass auch der Aronstab mit solchen Beeren fruchtet. Offensichtlich hat das Tier ja auch nur die Beeren gefressen und bisher nicht die Blätter. Ich glaube in solchen Fällen immer noch an die Instinkte unserer Tiere und folgere, dass die Beeren für die Species nicht toxisch sind. Aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung und keine Tatsachenbehauptung.

Daher sollte tierärztlicher Rat eingeholt werden und das Tier genau beobachtet werden. Angemessene Absenkung der Körpertemperatur verzörgert die Verdauung und damit die Aufnahme möglicher Toxine.
_________________
Schöner Gruß
Thomas

Keine Angst vor der Natur!
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Tante Tina



Anmeldungsdatum: 06.05.2008
Beiträge: 1229
Wohnort: Nähe Dortmund
Arten: Chinesische Dreikielschildkröte

BeitragVerfasst am: So 13 Jul, 2008 22:09    Titel:

Thomas:
Zitat:
Pflanzen bilden oft auffällige Beeren aus. Diese sollen von Tieren gefressen werden. Die eigentlichen Samen werden später ausgeschieden. So wird die Ausbreitung des Samens gefördert. Auch giftige Pflanzen bedienen sich dieser Strategie ohne den Beerenfressern Schaden zuzufügen. Das bekannteste Beispiel ist die Eibe, vielleicht auch die Tollkirsche.

Meine Vermutung ist, dass auch der Aronstab mit solchen Beeren fruchtet. Offensichtlich hat das Tier ja auch nur die Beeren gefressen und bisher nicht die Blätter. Ich glaube in solchen Fällen immer noch an die Instinkte unserer Tiere und folgere, dass die Beeren für die Species nicht toxisch sind.


Ein interessanter Gedanke.
Bei Pferden, Katzen und Hunden kommt es jedenfalls zu schweren Vergiftungen nach dem Verzehr von Beeren.
Bei Kindern kann es leicht lebensgefährlich werden.

Vögel bilden tatsächlich eine Ausnahme bei der Reaktion auf gitftige Beeren.

Wie ist es jetzt mit deiner Schildkröte MH744?
_________________

Gruß
Tante Tina
Tante Tina
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SabineWil



Anmeldungsdatum: 23.10.2004
Beiträge: 2879
Wohnort: Oldenburg
Arten: Thb, Tgi, T.horsfieldii, G.spengleri, Terrapene carolina triunguis und noch andere Haustiere

BeitragVerfasst am: Mo 14 Jul, 2008 08:06    Titel:

Hallo
Die meisten giftigen Beeren, so auch bei der Eibe und der Aronstab, haben einen Fruchtkörper um den Samen, der ungiftig ist. Frißt jetzt ein Vogel die Beere, wandert sie durch seinen Darm und der giftige Kern wird wieder ausgeschieden. Der Vogel kann ja nicht kauen.
Ähnlich wird es bei Schildkröten sein.
Ich habe beobachtet daß meine Schildkröten die Beere der Eberesche (Baum steht leider in der Nähe) fressen, wenn ich sie nicht schnell genug entferne. Diese Beeren (ungiftig) kommen so im Kot wieder raus.
Viele Grüße
Sabine
_________________
www.pflanzenbestimmung.de

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supernicky



Anmeldungsdatum: 11.09.2006
Beiträge: 713
Wohnort: Bei Aachen
Arten: 3 Rotwangendamen, 6 Katzen

BeitragVerfasst am: Mo 14 Jul, 2008 17:39    Titel:

SabineWil hat folgendes geschrieben:
Frißt jetzt ein Vogel die Beere, wandert sie durch seinen Darm und der giftige Kern wird wieder ausgeschieden. Der Vogel kann ja nicht kauen.


Räusper - das kommt auf den Vogel an. Als zeitweiliger Papageienhalter und neuerdings Mitglied im Vogelforum habe ich in letzter Zeit z.B. eine zig Seiten lange Debatte um Kirschen verfolgt.
Also : die meisten Papageien sollen Obst essen, und es ist Kirschenzeit. Also gibt man die, und was mach der gefiederte Schreihals den lieben langen Tag ? Nimmt sich eine Kirsche nach der anderen, knackt die Kerne und schmeißt den Rest weg.
Tja, und die Kerne enthalten Blausäure.
Die Theorie geht dahin, dass diese Tiere in freier Wildbahn ja auch so Heilerde fressen, die sie aber in Käfighaltung nicht haben, was dann gefährlich werden kann.
Aber : nix genaues weiß man nicht.
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MH744



Anmeldungsdatum: 13.07.2008
Beiträge: 2


BeitragVerfasst am: Di 15 Jul, 2008 13:27    Titel:

hallo zusammen,

sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, aber ich war gestern den ganzen Tag in London.
Also: Bisher gibts bei meiner Schildkröte keine besonderen Auffälligkeiten; sie firsst normal, bewegt sich normal, also eigentlich wie immer.
Hat jemand eine Ahnung, wie lange es normalerweise dauert, bis die Nahrung den Körper durchquert hat? Hab da was gelesen, dass es zwei bis drei Wochen dauern kann, d.h. so lange die Beeren nicht ausgeschieden sind, würde Gefahr bestehen. Kann mir das beim besten Willen nicht vorstellen, aus eigener Erfahrung würe ich sagen max. zwei bis drei Tage.
Also ich hoffe, dass meine Schildkröte übern Berg ist und ich vermute mal, die Gefahr ist vorrüber; wenn nicht
, dann wäre längst was passiert.
Aber vielen Dank für die schnellen Reaktionen!
Gruß Roland
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